Wie Doppelrahmfrischkäse ohne Kalorien

Heute nacht war bei mir – nein, besser: in mir wieder mal der Teufel los. Ich habe einen Traum geträumt. Tatsache, das gibt es. Ich erlebte das nicht zum ersten Mal. Man kann träumen, dass man träumt!

Im primären Traum ist eigentlich nichts weiter passiert ausser dem sekundären, dem geträumten Traum. Doch das allein reicht, mein Missfallen zu erregen. Derartige Verschachtelungen sind mir ein Graus, da unübersichtlich, ich finde sie ausgesprochen extravagant,  und das ist kein positives Werturteil.

Nun, der geträumte Traum lieferte wenigstens Bilder. Ich war tot, lag als Leichnam irgendwo, und ich hatte einige mir unbekannte Besucher. Unter anderem war ein Prediger anwesend, der sich nach Kräften mühte zu predigen. Ich konnte ihn sehen, aber nicht hören. Dann gab es da noch eine Gospelsängerin, Mahalia Jackson nicht unähnlich, und sie sang „Lord, don’t move the mountain“. Ich wusste, was sie sang, konnte es aber nicht hören.

Ich denke, mit dem Mountain war ich meiner Leibesfülle wegen gemeint.

Und der Lord hat die Fürbitte des Mahalia-Jackson-Verschnitts erhört und meine Träumerei irgendwann beendet.

Während ich im Wachzustand über das Erlebte grübelte, bohrten sich zwei dringliche Fragen in mein geplagtes Hirn. Welche Kraft in mir bewirkt solche abartigen Träume? Und: Was, zum Teufel, soll ich heute zu Mittag essen? Fürs Znueni (Zu neun Uhr) ist es zu spät, und bis zum Zvieri ist noch lange hin!

Und siehe da: Der Alltag hatte mich schon wieder unter seiner Knute, noch bevor ich das Bett verliess. Gut so ist’s. Tot bin ich noch lange genug. Aber ich gestehe: Noch im Pyjama habe ich meine Kabelkiste aktiviert und mir per Youtube Mahalia Jackson’s „Lord, don’t move the mountain“ wieder einmal angehört. Ich fühlte mich tatsächlich angesprochen!

MahaliaJackson

 

….. isten

Kennst Du den Unterschied zwischen einem Spezialisten und einem Generalisten?

Falls ja, zapp weg.

Falls nein: Lies weiter. Aber Vorsicht! Ist Ironie!

Ein Spezialist weiss von wenigem sehr viel.

Ein Generalist weiss von vielem nur weniges.

Daraus ergibt sich, dass der Spezialist gebüffelt hat wie ein Tier, um Fachmann zu werden. Dagegen macht sich nach seiner Ausbildung der Generalist einen schlauen Lenz und lässt die Spezialisten für sich arbeiten. Was er weiss, ist ihm in den Schoss gefallen, und er kommentiert mit „Na gut, wenns sein muss. Aber mach’s kurz!“ Den Status des Spezialisten muss man sich also erarbeiten. Die Veranlagung eines Generalisten kriegt man in die Wiege gelegt. Sie ist ererbt und verträgt sich gelegentlich bestens mit seiner Tante, dem Phlegma. Aber der Generalist steht auf und macht sich gerade, wenn er irgendwo gebraucht wird. Man findet ihn oft im Topmanagement, z. B. als CEO.

So sollte es sein. Und wie sieht die Wirklichkeit in Deinem Laden aus? Etwa der Spezialist als CEO?

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