Symbole

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Ich mag diese Bilder sehr. Sie symbolisieren „Leben“.

Sie stehen für langes Leben und kurzes Leben.

Eine Allegorie für Schicksal.

 

Träumerei

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich bereits anderswo berichtet, dass ich mit einem Symbionten zusammenlebe, meinen Bürostuhl. Er ist hässlich und unbequem, aber immer noch gut genug, um darin zu träumen.

Ich hatte gerade mein Risotto gegessen, als mich die Müdigkeit wieder einmal erwischte und mir mein Bewusstsein abschaltete. Mag sein, dass dann ein Buch, das ich zur Hand hatte, meinen Traum lenkte. Es ist „Eine Kindheit in der Provence“ von Marcel Pagnol.

Träumend sah ich, wie sich ein Buch auflöste, Blätter sich verformten und einen neuen Platz suchten. Buchstaben wichen Farben, und am Ende war ein Bild entstanden, das Paul Cezanne gemalt haben könnte. Ein einziger klarer Gedanke sagte mir, nun müsse das Bild erzählen, was das Buch nicht mehr zu erzählen vermag.

Dann endete mein Traum,   wie so oft mit einem geträumten Nichts mehr und heute mit einem wachen Bedauern.

Nun sitze ich hier und suche meine Erinnerungen an meine Zeit in Südfrankreich zusammen, und ich finde ihn noch immer, den Knoblauch-Duft im Rhonetal, den Duft der Blumenfelder von Grasse, der Kräuter im Massif des Maures und des würzigen Rosés aus der Gegend von Bandol.

Die Bouillabaisse avec sa rouille et ses croûtons avec aioli am Alten Hafen von Marseille geniessen – dazu sage ich nichts. Sie hat mich gelehrt, warum Gott so gerne in Frankreich tafelt.

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Grundrechte des Seins

Persönlich: Ich gönne mir diesen Blick in eine Utopie. Hier haben wir ein kosmisches Gesetz.

Die Grundlage für alles Leben auf unserem Planeten ist das gleichwertige Recht aller Wesen, hier zu leben, sich zu ent­wickeln und ihre Aufgaben auszuführen. 

Alle anderen sinnvollen Gesetze auf der Erde müssen mit dieser Grundregel verträglich sein, dürfen sie nicht verletzen.

  1. Jedes Wesen auf der Erde hat das gleichwertige Recht, hier zu sein: Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jeder Stein, jedes Häufchen Erde darf hier sein. Es gibt nicht einzelne Menschen, Pflanzen oder Dinge, welche nicht hier sein dürfen. Es gibt nicht einzelne Wesen, welche wichtiger sind als die anderen – alle sind genau gleich wichtig.
  2. Jedes Wesen hat das gleichwertige Recht, sich zu entwic­keln. Jedes Wesen darf seine persönlichen Zielsetzungen, seine Bedürfnisse versuchen zu verwirklichen. Es gibt keine Wesen, welche ein Recht auf eine schnellere oder priorisierte Entwick­lung haben als alle anderen. Niemand darf sich somit auf Kosten von anderen entwickeln.
  3. Jedes Wesen hat das gleichwertige Recht, seine Aufgaben aus­zuführen. Das System Erde funktioniert nur dank dem Zusam­menspiel von allen Bewohnern. Im grossen Kreislauf arbeiten die Wesen «Hand in Hand». Es gibt kein Grund, weshalb die Aufgaben von einzelnen Wesen Priorität gegenüber den Aufga­ben von anderen Wesen haben sollten. Damit «die Erde» funk­tioniert, müssen alle Aufgaben ausge­führt werden. Alle Aufga­ben sind erforderlich, sie sind demzufolge auch alle gleich wich­tig oder gleich unwichtig.

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Landunter wg. Klimawandel

 

Kakteen sind ja so dankbar: Geringes Wachstum, kein Bedarf an Wasser, Früchte und Purpur an Opuntien, Mezqal aus Agaven – und mit dem bisschen giftigen Sumach werden wir auch noch fertig. Bevor der Moloch Hamburg das Grundwasser weggesoffen hat, werden wir auch Meerwasser in grossem Stil entsalzen können; die Elbe wird ein Wadi sein, täglich zweimal  durch die Flut mit Nordsee aufgefüllt, und ich gehe sonntags  trockenen Fusses rüber nach Blankenese. Damit liesse es sich leben. 

Aber die Katastrophe schreitet fort. 

Schliesslich wird sich die Erdatmosphäre so sehr erwärmt haben, dass die Pole abgetaut sind, die Meere überlaufen, die Elbe samt Umland absäuft, und Finkenwerder Elbfischer in unserem Garten Hering fangen.  

Wann? 

Frag´mich nicht, Mann. Kann sein,  ich werde einfach nicht alt genug, um das Paradies auf Erden noch zu erleben. 

Was dann sein könnte? Vielleicht das folgende:

 

Vornweg schwimmt heut Herr Kabeljau,

dahinter seine Jungen.

Zum Schlusse paddelt seine Frau.

So ist man vorgedrungen

 

gen Hamburg, heute meerestief

im Atlantik versunken.

Weils mit dem Klima übel lief.

Auch Bremen ist ertrunken.

 

Den Kabeljaus ist dies ja schnurz.

Auf angenehme Weise

entschliesst man sich und geht mal kurz

auf Abenteuerreise.

 

Ein Haus in Harburg ist das Ziel,

das andre schon besucht,

denn was den Nachbarn dort gefiel,

ist auch für uns ´ne Wucht.

 

So schwimmt Familie Kabeljau

die Schippseestrasse gradeaus,

Am Wall, da muss es sein! Genau!

Hier steht besagtes altes Haus.

 

Fenster und Türen sind noch ganz.

Nur oben fehlt´ne grosse.

Der Vater wedelt mit dem Schwanz

zeigt mit der Vorderflosse:

 

Da gehn wir rein, das muss es sein.

Der Nachbar hatte recht!

Das Loch im Fenster ist recht klein,

Fassadenschwimmen ist nicht schlecht.

 

Die Kinder staunen, wundern sich.

Das alles ist sehr neu.

Und nun hinein! Wie gruselich!

Auch Mutter zeigt nun Scheu.

 

Der Vater überlegen tut,

spielt nun den Fremdenführer.

Dabei ist ihm jetzt auch nicht gut,

Die Gallenblase spürt er.

 

Egal, nun sind wir schon mal hier,

und drinnen. Jetzt gehts weiter.

Wo ist der Burschi? Wir sind vier!

Der Bengel war schon weiter

 

vorangeschwommen, in die Küch`

versteckt hinter der Pfanne.

da steht und amüsiert er sich.

Vater verflucht die Panne

 

und kommt zu Worte, laut er spricht:

Ein Abstand ist geraten!

So manchen Vorfahrn hats erwischt,

wurde hier drin gebraten.

 

Beeindruckt ist nun der Verein,

man schwimmt ein Stück zurück.

dreht um und schwimmt ins Bad hinein,

den Fluchtweg stets im Blick,

 

erstarrt, denn in der Badewanne,

da sitzt ein Mensch! Gerippe zwar,

doch gegen dies war jene Pfanne

ein Heringsschiss! Das ist doch klar!

 

Und während man sich gruselt, murrt,

man möchte doch hinaus,

dort aus dem Klo ein Knurrhahn knurrt:

Nun macht Euch mal nix draus!

 

Es gibt hier keinen Grund zum Rennen.

Der Platz ist sicher wie ne Klippe.

Wer will, kann wunderbar hier pennen.

auch Du, mit Deiner ganzen Sippe!

 

Ihr nehmt die Stube, ich das Bad,

ich denk, so wird es heiter!

Und haben wir uns einmal satt,

dann zieht Ihr einfach weiter,

 

ins nächste Haus, ´ne andre Stadt,

ein neues Paradies!

Wer mutig ist und Dusel hat,

der findet Besseres als dies!

 

Schaut einfach mal zur Elbchaussee,

nach diesen alten Villen!

Dort sass dereinst die Hautevolee

auf goldenen Klobrillen!

 

So kams, dass Kabeljaus dort blieben,

wo Knurrhahns wohnen, sagten: Ja!

Die Menschen hat das Meer vertrieben –

Doch neue Bürger sind längst da.

 

Landunter! So kanns kommen. Die Hanseaten als Flüchtlinge in Bayern – was für eine Vorstellung. 

Wos wuist? A Essen? Bist narrisch? Schleich´Di, Du Depp, oder mechst raffa, ha? Du Rucksack-Deitscha, Du ….. Du ….. Du Wirschtl! Geh zruck zu die Fisch ! 

Ob man so viel sprachliche Eleganz auf die Dauer verträgt, oder nicht doch Pickel am Hintern davonträgt, muss man abwarten.  Vorsicht! Das ist kein Rassis-mus! Ich darf das sagen, denn ich bin als Bayer geboren. Damit das klar ist. 

Wenns mal soweit ist: Rennt nicht alle in die Heide, zum Wilseder Berg! Der ist zwar  knapp 170 m hoch, hat aber wirklich nur Platz für 120 Menschen, zur Not 127. 

Leute, keine Hektik. Dieses, und nächstes Jahr sind wir noch sicher. 

Fangt aber schon mal damit an, Sandsäcke zu füllen. Noch gibt es Säcke und Sand – leider vorläufig voneinander getrennt. Eine kleine Hilfe: Wenn Deine Hütte 20 m lang und 10 m breit ist, und Du rechnest 100 Sandsäcke auf einen Meter, dann macht das 200×138=27.600 Sandsäcke, und Du kriegst damit einen Wall gesetzt von 100 cm Höhe und 120 cm Dicke an der Basis, und 30 cm on the top. Damit kannst Du ein weiteres Jahr trocken liegen. Für das besondere Problem mit den Abflüssen muss Dir etwas einfallen. Wenn Du die nicht druckfest verschliessen kannst, läuft Dir die Bude von innen voll, und ich sage Dir, ich habe das mal bei Hochwasser bei Frankfurt erlebt, Du kannst Dir nicht vorstellen, was alles aus den Kloschüsseln in Deine gute Stube gespült wird – ganz extraordinär! Wie das? Na die Kanalisation läuft als erstes voll und transportiert wegen unsinniger Druckverhältnisse im Röhrensystem quasi rückwärts. 

Schliesslich solltest Du für alle Fälle ein Schlauchboot von mindestens vier Meter Länge zur Hand haben, drei Paddel pro Insasse für den Notfall, und einen 20 PS-Aussenborder mit Sprit für 300 km Schleichfahrt, sowie ein Drachenanker für die Ruhepausen. Wasserfeste Kleidung, Esbit-Kocher, Fackeln, Signalpistole Munition (nicht an Silvester verbraten), wasserfeste Kekse und Konserven für zirka eine Woche. Keine Frage, dass alle wichtigen Papiere in Plastik einzuschweissen sind, parat liegen für den Exodus. Medikamente gegen Scorbut sind ebenso unentbehrlich wie Unterwäsche aus Angora-Wolle. Ein Kompass muss zuverlässig SÜD zeigen, sonst gehts schief. Hoffe nicht auf Seekarten – für die Strecke von Buxtehude nach Göttingen gibts noch keine. Und – das ist besonders wichtig – Pressluft zum Aufblasen Deines Boots! Schwimmwesten, Leinen, kleines Segel wäre auch praktisch, spart Sprit, warme Sachen zum Wechseln, Deine Stereo-Anlage, vergiss das Auto! Damit kommst Du nicht weit! Alle wollen mit dem Auto abhauen. Du aber wartest gelassen auf das Wasser, belädst Deine luftgefüllte Arche und tuckerst in aller Seelenruhe los. 

Aber mach unterwegs  kein Loch ins Boot. Für diesen Fall muss Dir auch etwas einfallen. Das Marine-Handbuch? Stichwort: Leck (niemals Loch), und abdichten (niemals zukleben). 

Und Vorsicht: Wer Ahoi! ruft, wird ins Wasser geschmissen!

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Eine Ambiguität

Der Weise erinnert seine Schüler an Wichtiges. Hier findest Du Top 1 von 10:

Das Fundament ist die Basis für jede Grundlage.

Wir Abendländer danken dem Weisen für seinen Rat und denken weiter. Wir hassen, es, im Grundsätzlichen zu verharren und geben unserem Drang zum Konstruktiven Raum, indem wir fortsetzen:

Die Mauer ist die grundlegende Basis für fundamentales Tun.

Bitte! Das hier ist kein philosophisches Kolleg für Hochbegabte! Es geht darum, zu erklären, welche Bedeutung dem Begriff „Mauer“ zukommt. Er wird zu Unrecht als alltägliche Selbstverständlichkeit hingenommen und beliebig wie unbedacht benutzt.

Mein Ko-Autor Weiss-Nix hat einige Assoziationen zusammengetragen:

  • Chinesische Mauer -> Abschottung nach aussen
  • EU-Mauer -> Festung Europa -> mental, in der Gruppe der Betonisten
  • US/Mexiko Mauer -> lustige Trump-Phantasie, Colorado river zumauern setzt viel Land unter Wasser
  • Mauer im Kopf -> meint unflexibel
  • Mauern (in der Rhetorik) -> ist Verweigerung einer Stellungnahme
  • (virtuelle) Mauer um sich herum -> Selbstschutz -> Einsamkeit
  • Fussballmauer -> bei Strafstössen, deckt Teile des Tors ab
  • Berliner Mauer -> Eiserner Vorhang -> EU Osterweiterung
  • Gartenmauer -> Friesenmauer
  • Gefängnismauern -> meint auch Hausmauer
  • Staumauern
  • Kaimauern

Diese Beispiele mögen für den Nachweis genügen, dass man dem Begriff „Mauer“ mit besonderer Aufmerksamkeit begegnen sollte.

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WeltTofuTag

Öfter mal was Neues! Nun haben wir am 25. August diesen Festtag. Die Feierlichkeiten finden in Berlin statt und ihre Ausstattung erinnert ein wenig an die Wikingertage; der wesentliche Unterschied zu diesen Events ist mit einem Wort benannt: Fleischlos!

Tofu populär machen, tierischer Nahrung ablehnen. Anders: Die Menschen sollen sich vegan ernähren. Dies ist das Ziel, der Bohnenquark ist der Weg. Im Hintergrund steht die Behauptung, 30 Millionen Tiere müssten nicht getötet werden, wenn man nur einen einzigen Tag auf Fleisch verzichten würde. Das wäre nun mal ein gutes Motiv für Fleischverzicht, aber was ist bei der Berechnung die Bezugsgrösse gewesen? Etwa wenn Berlin einen Tag verzichtet? Oder Deutschland? Oder die ganze Welt?

Nehmen wir letzteres. Verzichten wir an einem Tag in der Woche auf Tierisches, so werden 1,5 Milliarden Tiere nicht sterben. Sie werden noch nicht mal geboren! Die Ställe der Massentierhalter leeren sich. Und wo heute in Brasilien Soja angebaut wird, darf sich der Regenwald wieder ausbreiten! Liest sich das nicht wie ein Kapitel aus dem Märchenbuch der Gebrüder Grimm?

Und was ist, wenn alle für immer auf tierische Nahrung verzichten? Ich denke jetzt an diese nöckeligen Königstiger aus dem hinterindischen Dschungel, die als Men-Eater gefürchtet sind. Die Armen würden ihre Opfer wieder ausspucken, weil sie nach Grünkohl und Emmentaler riechen. In Deutschland müsste man auf Rinder und Hausschweine Jagd machen, weil die sich ungehindert vermehren könnten und uns Veganern den Weisskohl vor der Nase wegfressen würden.

Ich bemerke, dass die Phantasie mit mir durchgeht. Ich breche das Gedankenspiel besser ab und komme zurück auf den Boden der Tatsachen.

Tofu habe ich versucht zu essen. Ich habe ihn im Supermarkt gekauft, und im Fachgeschäft. Weder der billige noch der nasse Seidentofu haben in mir anderes ausgelöst als die Feststellung, dass ich darauf gut verzichten kann. Mit Sicherheit bin ich an der Zubereitung eines Tofu-Gerichts gescheitert. Chinesen und Japaner mögen ihre Esskultur mit Tofu pflegen – ich pflege meine mit einem Wiener Schnitzel. Eine scharf gemachte Currywurst aus der Küche von VW tut’s auch.

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Ein kurzer Blick zum anderen Ende der Welt

Kiwi – dieser Begriff scheint in Neuseeland allgegenwärtig zu sein. Es gibt eine Kiwibank, den Kiwisaver, das ist eine Rentenversicherung, ja, sogar eine Kiwi-Schuhcreme, und es gibt den Kiwi, die Kiwi und die Kiwis.

Der Kiwi ist ein flugunfähiger Vogel, der in einer Höhle lebt und erst des Nachts ins Freie zur Futtersuche kommt. Man hat ihm ein Denkmal gesetzt, da er Neuseelands Nationalsymbol ist. Lebend ist er ein sympathischer Geselle, solange er sich ruhig verhält. Er kann aber auch anders, indem er des Nachts laut und ausdauernd pfeift.kiwi

Die Kiwi meint die Kiwifrucht. Jeder kennt sie in der grünen wie der gelben Version, und eigentlich sollte man sie „Chinesische Stachelbeere“ nennen. Weltweit werden mehr als 4 Millionen Tonnen pro Jahr geerntet und vermutlich auch gegessen.

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Schliesslich kann man noch einige Worte zu den Kiwis verlieren. Da ist die Kiwiana, ein Begriff, der die Kultur des Landes umfasst und die nationale Identität bestimmt. Und die Neuseeländer nennen sich selbst „Kiwis“, und das mit Stolz. Man sagt ihnen ausgeprägte Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft nach.

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Was man bei Neuseeländern unterlassen muss: Sie mit Australiern zu verwechseln , ihnen zu sagen, was man wie zu tun hat, und ihr Land  das „Ende der Welt“ zu nennen.