Gleichnis

Das Schicksal spielt mit mir.

Spielt mit meinem Leben

wie mit einem Ball.

In die Welt geworfen

und durch eigene Kraft getrieben

entsteht Bewegung,

wie man sie kennt

vom gespielten Ball.

Das Auf und Ab des Lebens

formt den Menschen

zur Persönlichkeit.

Aber unbemerkt verliert der Ball

über die Jahrzehnte seine Kraft.

Am Ende rollt er durch die Zeit

bleibt liegen,

und die  Welt erkennt.

Hier ist ein Leben zu Ende gelebt.

tennisball in ruhe

Culture clashes

„Wir glauben, wenn ihr uns vor euch seht, werdet ihr uns nicht sterben lassen. Deswegen kommen wir nach Europa. Wenn ihr uns nicht helft, dann können wir nichts mehr tun, wir werden sterben, und ihr werdet zusehen, wie wir sterben, und möge Gott uns allen gnädig sein.“

So spricht ein Afrikaner, el Mahdi im Fernsehdrama „Der Marsch“ aus dem Jahr 1990. Er führt einen grossen Flüchtlingstreck nach Spanien, um dort endlich zu scheitern.

Haben wir eine Parallele zum heutigen Flüchtlingsproblem? Jein, und dies aus verschiedenen Gründen. Signifikant sind die z. B. Flüchtlingszahlen. Im Drama einige Zigtausend, heute zwischen 1,4 und 1,7 Millionen.

Im Drama Flucht vor dem Hungertod,  heute Flucht vor Krieg und wirtschaftlicher Not.

Im Drama Abwehr mit Waffengewalt, heute Begrüssung mit „You are welcome!“

Es ist schwierig, ohne Polemik auszukommen. Zu vieles liegt im Dunkeln. Ich halte mich an vermeintliche Indizien:

Kein vernunftbegabter Mensch lässt sein Staatsgebiet mit Menschen aus 21 Nationen überfluten. Assimilation? Ausgeschlossen! Europa kehrt zurück ins frühe Mittelalter? Wie schräg ist das denn? Die Kollision der Kulturen ist vorhersehbar, und die europäische wie die deutsche Gemeinschaft werden auf mehrfache Weise gespalten. Wer also hat angeordnet, was sich diese Bundeskanzlerin geleistet hat? Etwa die Bilderberger? Cui bono?

Zum einen ist ein gespaltenes Europa deutlich schwächer als ein tatsächlich geeintes. Nutzen haben die anderen Wirtschaftsmächte, also China, die USA, Russland. Zum anderen liess der Funktionär eines deutschen Wirtschaftsverbandes verlauten, man brauche künftig die Flüchtlinge als Arbeitskräfte. Das soll wohl bedeuten, dass man teure Deutsche entsorgen und durch Mindestlöhner aus den Lagern ersetzen möchte.

Harte Fakten! Es ist ausgeschlossen, diesen Themenkreis mit Sentimentalität zu betrachten. Es ist nun ca. 40 Jahre her, als ich einem Unternehmensberater klarzumachen versuchte, dass der Wohlstand der 1. Welt nicht von Dauer sein wird, und wir alle irgendwann zum Teilen gezwungen sein werden. Es könnte sein, dass dieser Prozess nun begonnen hat. Dann werden wir reichlich Federn lassen müssen. Objektiv betrachtet wäre das gerecht. Wir haben die 3. Welt lange genug ausgebeutet.

Die gerechte Verteilung des Wohlstands wäre kein unlösbares Problem, wäre da nicht die ungerechte Vermögensverteilung im Inneren. Da lebt zum Beispiel eine Frau, die im Jahr eine Milliarde „verdient“, ohne auch nur den kleinen Finger zu rühren. Dieses Geld wird dem Kreislauf entnommen und ist demzufolge totes Kapital, somit ein Schaden für die Volkswirtschaft. Finden wir das akzeptabel? Ich nein, diese Kanzlerin ja.

Sozialneid ist mir fremd. Wäre das Ländle in einem Zustand wie zu Zeiten eines Kanzlers Ludwig Erhard, so würde ich auf dieses Parasitentum keine Gedanken verschwenden. Aber es ist hier nicht vieles in Ordnung, und der Kapitalbedarf ist immens. Das ist der Casus belli. In 2016 besassen die Top 500 rund 690 Milliarden oiro. Das ist 2x der Bundeshaushalt.

Und was denkt und macht der Deutsche Michel? Soll ich das wirklich hier hinein schreiben? Ok, gemässigt. Er ist als Mitglied einer Gemeinschaft ein sozialpsychologischer Versager. Die Ideologie das Brutalkapitalismus erreicht sein Bewusstsein nicht, panem et circenses befriedigt, und die Strippenzieher haben leichtes Spiel.

Ich schliesse wie immer bei solcher Art Schrieb: Gute Nacht, Deutschland!

poker

 

 

 

 

Die Situation war „schwierig“

Wir, die Familie waren gut vorbereitet. Also haben wir unseren Todesfall relativ gut bewältigt. Das machte unsere Situation im Umgang mit den Nachbarn fast schon extravagant. Sie sassen in meiner Küche mit Tränen im Gesicht, und wir, meine Nachkommen und ich mussten trösten und so lange Spass absondern, bis die Besucher nicht anders konnten als erlöst zu lachen.

Verkehrte Welt, dachte ich. Wir müssen nun mit einer Lücke leben, die sich nicht schliessen lässt, und wir fühlten uns aufgefordert, für andere Brücken zu bauen, um tiefe Trauer erst garnicht aufkommen zu lassen.

Verkehrte Welt. Aber wir sind so gestrickt. Nein, wir sind weder Kaltblüter noch Helden. Aber wir hatten mehr als 2 Jahre Zeit, zu trauern, bevor uns der Tod besuchte. Nein, die Gelassenheit war kein Privileg der Natur. Unsere  Trauerzeit war ziemlich lang, quälend und wirkte irgendwie wie eine Gehirnwäsche. Zudem es hilft die Erkenntnis, dass der Tod auch eine Gnade sein kann.

terra